Gas- und Ölpreiserhöhungen auf Dauer ein Schnippchen geschlagen

Nach einer Bauzeit von einem knappen Jahr konnten sechs Wohnungen „Am Galgenberg 2“ zum 01.03.2005 bezogen werden.

Bei der Planung hatte der Vorstand der Wohnstättengenossenschaft Siegen eG die Betriebs- und vor allem die Heizkosten im Fokus. „Trotz der Empfehlungen verschiedener Fachplaner, aus Kostengründen eine Heizung mit Brennwerttechnik einzubauen, blieben wir unseren ursprünglichen Plänen treu“ so Hans - Georg Haut, geschäftsführendes Vorstandsmitglied „und setzten auf neueste Technik.“

Ausgestattet ist das Haus mit einer Erdwärmepumpe. Drei Bohrungen von knapp 100 Metern waren notwendig, um den Energiebedarf zu decken. Ohne zusätzlich Energiequellen - z. B. einen so genannten Tauchsieder - einzusetzen, wird der gesamte Wärmebedarf, incl. der Warmwasserversorgung, aus der Erde gedeckt.

 

Gekoppelt ist die Heizung mit einer Zwangslüftung. Bei dem eingesetzten System wird die verbrauchte Luft aus der Küche und dem Bad abgezogen. Die dabei noch vorhandene Wärme wird dem Heizsystem wieder zugeführt, geht also nicht verloren. Der durch das Absaugen entstehende Unterdruck sorgt für eine permanente Frischluftzufuhr. Diese wird durch dafür vorgesehene Öffnungen, die mit einem Filter ausgestattet sind (also allergikerfreundlich)  im Wohn-, Schlaf- und evtl. Kinderzimmer angesaugt. Somit findet ein permanenter Luftaus­tausch statt. Die Fenster brauchen nur noch zum Putzen geöffnet zu werden. Eine Dauerkippstellung, bei vielen Mieter sehr beliebt - aber schädlich für die Wohnungen - muss sogar unterbleiben, um der Schimmelpilzbildung entgegen zu wirken.

Durch die niedrigen Vorlauftemperaturen der Sole - Wärmepumpe war es notwendig, die Wohnungen und auch das Treppenhaus mit einer Fußbodenheizung auszustatten. Das Er­gebnis ist eine wohlige Wärme, die von unten kommt. Die Raumtemperatur kann im Schnitt um 2° Grad heruntergefahren werden und spart damit noch einmal rund 12% Energie ein.

Zusätzlich wurde großer Wert auf die komplette Dämmung des Hauses gelegt. Eine Prüfung, der Blowerdoor – Test, bestätigt, dass der Neubau nach außen komplett dicht ist. Danach entsprechen alle Maßnahmen zusammen genommen den Vorgaben eines so genannten 6 Liter – Hauses. Lediglich der Strom, der für den Betrieb der Wärmepumpe benötigt wird, wird den Mietern als Heizkosten in Rechnung gestellt. Der Vorstand geht davon aus, dass 50 – 70 % an Heizkosten eingespart werden können. „Unsere Mieter“, so Haut, „werden sich freuen können, dass sie von den laufenden, drastischen  Erhöhungen von Öl und Gas nicht betroffen sind und haben den durch die höheren Herstellungskosten kalkulierten Quadratmeterpreis von 6,70 € netto/kalt, akzeptiert. Alle Wohnungen konnten - ohne Werbung - bereits frühzeitig vermietet werden.“

Aber auch die übrige Ausstattung kann sich sehen lassen: große Balkone, Erkerfenster, großzügige Bäder, Keramikfußboden in der gesamten Wohnung, Garagen mit Sektionaltor, Elektroantrieb und überwiegend direktem Zugang zum Treppenhaus sind einige Merkmale. „Wir sind fest davon überzeugt“, so der Vorstand, „dass sich unsere Mieter und Mitglieder hier wohl fühlen werden“.

Sollte sich diese Technik und Ausstattung bewähren, wird diese auch bei künftigen Neubauten eingesetzt. Geplant ist, in den nächsten Jahren in der Frankfurter Str. 14 ein barrierefreies Mehrfamilienhaus zu errichten. Hier sollen rd. 20 Wohneinheiten in der Größe von ca. 50 – 65 m² entstehen. Interessenten können sich gerne mit der Wohnstättengenossenschaft in Verbindung setzten und vormerken lassen. Durch die zentrale Lage dürften die Wohnungen geradezu ideal für Menschen im reiferen Alter sein.

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Siegen eG

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57072 Siegen

 

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